Dr. Hierl & Dr. Eschenbecher
Orthopädische Gemeinschaftspraxis

Praxis Straubing
Tel.: 09421 / 18766-0
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Orthopädische Belegabteilung
Kreiskrankenhaus Wörth a.d. Donau
Tel.: 09482 / 202-0

Gelenkersatz

Abhängig von Ausmaß und Lokalisation der Kniegelenksarthrose implantieren wir unterschiedliche Prothesenmodelle, die zementiert oder zementfrei verankert werden. Beide Verankerungsmöglichkeiten gewährleisten eine hohe Primärstabilität mit der eine unmittelbare Mobilisierung des Patienten möglich ist.

Teilgelenkersatz (unicondyläre Schlittenprothese)

Hierbei werden nur die vom Verschleiß zerstörten Gelenkanteile ersetzt, noch intakte Gelenkflächenanteile bleiben erhalten. Die Implantation erfolgt über kleinstmögliche, gewebeschonende, sog. minimal-invasive Zugänge. Hierdurch ist eine raschere Mobilisation und bessere Beweglichkeit des Kniegelenks möglich.

Grenzen dieses Verfahrens sind in entzündlichen Gelenkerkrankungen, Bandinstabilitäten, deutlichem Übergewicht oder Osteoporose zu sehen. In diesen Fällen empfiehlt sich die Implantation einer Doppelschlittenprothese.

Doppelschlittenprothese (bicondylärer Oberflächenersatz)

Arthrosebedingte Kniegelenksveränderungen, die zwei oder mehrere Gelenkanteile betreffen, stellen die typische Indikationen für einen bikondylären Gelenkersatz dar. Doppelschlittenprothesen sind die am häufigsten eingesetzten Knieprothesen. Die von uns implantierte Prothese basiert auf einer seit über 25 Jahren kontinuierlich fortentwickelten Technologie mit mobilen Gleitlagern.

Bei der Implantation dieser Knieprothese bleibt der normale Kapsel-Band-Apparat erhalten, Beinachsenabweichungen werden mit der Implantation ausgeglichen, die physiologischen Bewegungsmöglichkeiten des Kniegelenks werden wiederhergestellt. Moderne Implantationsinstrumentarien bis hin zur computergestützten Navigation tragen zur Sicherung einer korrekten Implantation bei. Das Kniegelenkimplantat kann zementfrei oder zementiert verankert werden. Der Eingriff erfolgt möglichst atraumatisch minimal-invasiv. Ein vorherige Eigenblutspende ist bei diesem OP-Verfahren nicht mehr erforderlich.

Unmittelbar postoperativ beginnt eine rasche Mobilisation, die nach ca. 1-2 Wochen in der REHA Klinik fortgesetzt wird. Ab dem Erreichen einer muskulär stabilisierten, freien Streckfähigkeit des Kniegelenks, kann die Vollbelastung des operierten Kniegelenks erfolgen.

Teilgekoppelte bzw. gekoppelte Knieprothese

Bei einer hochgradigen Zerstörung der gelenkbildenden Knochenanteile einschließlich des stabilisierenden Bandapparats bieten teilgekoppelte bzw. gekoppelte Prothesensysteme die Möglichkeit, diese Defizite auszugleichen. Insbesondere eine hochgradige Abweichung der Beinachse, ein nicht stabilisierbarer Bandapparat oder ein hochgradiger Knochendefekt sind das Einsatzgebiet dieser Prothesensysteme, die ebenfalls je nach Anforderung zementiert oder zementfrei verankert werden können.